Der Finaltag am 01. Juli 2018
Vorrunde am 29. und 30. Juni
Nach zwei langen Qualifikationstagen am Freitag und Samstag mit Aufgüssen bis 23:30 Uhr waren
Samstagabend am Steg des Naturbadesees die Ergebnisse der Vorrunde verkündet worden.
Durchgesetzt bis zu den letzten Acht hatten sich unter anderem die Sieger der beiden Vorrunden, der Vorjahresdritte Gabriel Pekala und
Thomas Lehnert, der im Vorjahr Platz 6 erreicht hatte.
Alexander Hoffmann und Dominik Hepp, die letztes Jahr Platz 1 und 2 erreicht hatten, waren 2018 nicht angetreten.
Der Gästepreis ging an Enrico Dejori, der Teampreis an die Lokalmatadoren Tina Röder und René Wisgickl.
13 Aufgüsse von 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Das Aufgussprogramm am Finaltag war wiederum sehr kompakt. Die Einzel gingen im 45 Minutenabstand um 10:00 Uhr los,
ab 16:00 Uhr kamen die Aufgüsse der Teams dran (Bildnachweise im folgenden: © Deutscher Sauna-Bund)
Thomas Lehnert - Zwischen Himmel und Hölle
Thomas Lehnert, Bildnachweis: Deutscher Sauna-Bund
Thomas Lehnert, vielen bekannt mit seiner Paradenummer "Falco" trat dieses Jahr als Bruder Magnus für die Badewelt Sinsheim an.
In einer braunen Kutte führte der Forchheimer durch das Gefühlsleben eines Mönchs, der hin- und hergerissen war zwischen dem Gelübde zur Kirche und der Liebe zu einer Frau.
Die Kirchen-Requisiten waren so authentisch, dass diese aus einem echtem Devotionalienhandel stammen müssen.
Licht, Musik und Düfte waren sehr stimmig.
Eine mystische Atmosphäre kam gleich zu Beginn bei Weihrauch-Duft und dem Titel "Ameno" auf,
Lavendelduft aus einem Schatzkästchen begleitete darauf das Stöbern in den versteckten Liebesbriefen.
Der Ofen wurde zum Altar und auch aus einem drehbaren Kreuz wurde für das Finale Flüssigkeit auf dem Ofen verteilt.
Technisch war der Aufguss sehr gut, insbesondere eine komplette Runde Doppelwedeln wusste zu überzeugen.
Die Jury vergab dafür insgesamt 536,80 Punkte: Platz 4.
Tabea Böhli “Never give up”
Tabea Böhli, Bildnachweis: Deutscher Sauna-Bund
Tabea Böhli hatte sich als Newcomerin durch den Sieg bei der Qualifikation im Jordanbad für die Endrunde in Eibenstock qualifiziert.
2017 war sie noch Helferin für die anderen Teilnehmer im Einsatz.
Ihre Vorstellung war im Vergleich zu Biberach noch etwas runder.
Das Publikum lies sie wiederum an ihrer Karriere von einer unglücklichen Hilfsarbeiterin zur Bau-Projektleiterin teilhaben.
Schöne Details wie ein kleiner Plastik-Betonmischer oder ein ferngesteuertes Auto rundeten den Aufguss ab.
Die Wedeltechnik war souverän und sicher.
Die Jury vergab dafür insgesamt 544,60 Punkte: Platz 3.
Gianluca Bellantoni “Love you until the end”
Gianluca Bellantoni, Bildnachweis: Deutscher Sauna-Bund
Das Aufguss-Thema hatte man bei Gianluca Bellantoni schnell wieder vergessen.
Es war eine anrührende Geschichte ohne größere Deko, unterstützt noch mit Musik und Textpassagen aus dem Off.
Keiner der Gäste wird allerdings die gezeigte Wedeltechnik vergessen!
Diese war einfach unglaublich und beim Finale waren auch bei schwierigen Figuren keinerlei Unsicherheiten oder Probleme auszumachen.
Alle noch so hoch geworfenen Handtücher wurden souverän gefangen.
Der Sinsheimer konnte das sogar beidhändig: während er mit einen Hand wedelte, warf er das andere Handtuch hoch und fing es wieder auf
ohne das es irgendeinen Einfluss auf das andere Handtuch hatte.
Dazu gab es unglaublich schnelle Moves, die man so noch nicht gesehen hatte. Das war echte Handtuch-Magie.
Der Titel "Beste Technik" geht auf jeden Fall an Gianluca Bellantoni.
Die Jury vergab dafür insgesamt 577,20 Punkte: Platz 2.
Gabriel Pekala “DTM - Hall of Fame”
Gabriel Pekala, Bildnachweis: Deutscher Sauna-Bund
Unmittelbar vor Bellantoni sah man die bis dahin beste Wedeltechnik bei Gabriel Pekala.
Die "Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft" war sein Thema.
Er inszenierte dazu eine Rennserie mit Siegen und Niederlagen.
Pekala goss nacheinander mit Rennanzug, nach einem Rennunfall gehandicapt durch eine Armmanschette und bei einem Rennen mit einem echten Rennhelm auf dem Kopf auf!
Über mehrer Runden gelangten einige Kanister Wasser auf den Ofen, der sich über die Runden selbst immer mehr zu zu einem Rennwagen verwandelte.
Dazu brachte er vorne am Ofen Scheinwerfer, links und rechts jeweils LED beleuchtete Reifen und hinten Rücklichter an.
Die Wedeltechnik war sehr gut und unterschied sich zu den anderen Teilnehmern durch eine souveräne Leichtigkeit.
In Summe war das nachvollziehbar das beste Gesamtpaket bei den Einzelteilnehmern.
Die Jury vergab dafür insgesamt 581,20 Punkte: Platz 1.
Gianluca Bellantoni und Norman Hohenreuther “Harte Probe”
Gianluca Bellantoni und Norman Hohenreuther, Bildnachweis: Deutscher Sauna-Bund
Der Höhepunkt der Veranstaltung war der Team-Aufguss der Sinsheimer Gianluca Bellantoni und Norman Hohenreuther.
Sie lieferten eine witzige, technisch perfekte und schön inszenierte Show.
Schon die bei den meisten eher als Last empfundene deutsch/englische Ansprache mit den üblichen Hinweisen bauten sie witzig in ihre Show ein.
Nicht nur im übertragenen Sinne warfen sich die Sinsheimer fortan die Bälle zu.
Die Story ging um zwei Freunde, die beide Basketball trainierten und deren Freundschaft fast daran zerbrach,
dass zuerst nur einer für die Nationalmannschaft berücksichtigt wurde.
Der andere verfällt deshalb aus Frust dem Alkohol.
Durch den Ausfall eines anderen Spielers bekommt er allerdings doch noch eine Chance.
Während der ganzen Show wurde an einem echten Basketballkorb geübt und echte Bälle wurden über den Ofen gepasst.
Auch Handtücher wurden über den Ofen zugeworfen.
Besonders beeindruckend war das Zuwerfen von zwei Handtüchern nacheinander.
Ein Handtuch einem anderen zuzuwerfen, dass der Fänger es elegant in eine Wedelbewegung bringt, ist eine schwierige Figur beim Teamaufguss.
Die beiden Basketballer toppten das auch noch, indem sie sich nacheinander gleich zwei Handtücher zuwarfen.
Gianluca Bellantoni hatte gerade souverän das erste Handtuch mit einer Hand gefangen, als das nächste Handtuch über den Ofen flog.
Ohne das Wedeln des ersten Handtuchs zu gefährden, nahm er das zweite Handtuch mit der anderen Hand auf, um es ebenfalls in eine Wedelbewegung zu überführen.
Insgesamt war alles perfekt: Musikauswahl, Synchronisierung, Technik und Story!
Die Jury vergab dafür insgesamt 686,60 Punkte: Platz 1 in der Teamwertung.
Siegerehrung: Show schlägt Wedeltechnik schlägt Anmut
Bei der launigen Preisverleihung hatte Rolf Pieper für alle Sieger lobende Wort übrig und unterstrich was auch die Zuschauer bei den Aufgüssen erlebt hatten.
Mit Gabriel Pekala hat die Kombination sehr gute Technik und sehr gute Show gewonnen, wäre es nur um Technik gegangen, stünde Gianluca Bellantoni ganz vorne.
Überzeugen konnte auch Tabea Böhli, die bei ihrer ersten Meisterschaft im Unterschied zu vielen anderen Teilnehmern immer auch Augenkontakt
zu den Gästen hielt und dennoch unaufgeregt und souverän auftrat.
Offizielles Endergebnis 2018
Den Titel „Deutscher Aufguss-Meister“ trägt für ein Jahr im Einzel-Wettbewerb Gabriel Pekala (24) vom SATAMA Sauna Resort in Wendisch Rietz (Brandenburg) mit dem Thema "DTM – Hall of Fame“ (581,20 Punkte);
im Vorjahr belegte Pekala Platz 3. Den zweiten Platz eroberte sich Gianluca Bellantoni (23), BADEWELT SINSHEIM (Baden-Württemberg) mit „Love you till the end“ (577,20 Punkte).
Platz drei ging an Tabea Böhli (22), ebenfalls BADEWELT SINSHEIM, mit „Never give up“ (544,60 Punkte).
In die internationale Relegation Ende August in Belgien für die AUFGUSS-WM (Weltmeisterschaft) schaffte es Thomas Lehnert (BADEWELT SINSHEIM) mit dem Show-Aufguss „Zwischen Himmel und Erde“.
„Deutsche Aufguss-Meister“ im Team-Wettbewerb, ebenfalls für ein Jahr, wurden erneut die Vorjahres-Sieger Gianluca Bellantoni (23) & Norman Hohenreuther (31), BADEWELT SINSHEIM,
diesmal mit dem Thema „Harte Probe“ (686,60 Punkte).
Platz 2 - und damit einen Platz besser als im Vorjahr - ging an Susan Hoffmann (27) & Enrico Dejori (36) aus dem SATAMA Sauna Resort mit „Ein Quantum Aufguss“ (664,80 Punkte).
Den dritten Platz holten sich Aljoscha Burkhardt (32) & Frederic Torunski (28) vom Aspria Hannover (Niedersachsen) mit dem Show-Aufguss „Brokeback Mountain“ (645,80 Punkte).
In der Kategorie Team konnten abermals Sabine Bunnenberg & Bettina Etmann vom Nettebad Osnabrück (Niedersachsen) mit dem Thema „Hope for all – make a change“ ein Ticket für die internationale Relegation lösen.
(Originaltext aus der Pressemitteilung von aufgussmeisterschaft.de)